Gelebte und erlebte Wertschätzung: Voraussetzung erfolgreicher Führungsarbeit

Leistung durch Wertschätzung oder ohne Wertschätzung keine Leistung. Prof. Thomas Bartscher bringt es in seinem Manuskript auf den Punkt. Zählbarer Erfolg lässt sich auf Dauer nur über entsprechendes Führungs- und Kommunikationsverhalten erzielen.

20.10.2008
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Personalerhaltung und -motivation

1. Wer, Wann, Wo ?Prof. Dr. Thomas Bartscher ist Professor für Personalführung, Organisation und Dienstleistungsmanagement sowie Vizepräsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften –

Fachhochschule Deggendorf. Darüber hinaus ist er Managing Director des Deggendorf Institute of Management & Technoloy (dimt) und der MBA/Master-Weiterbildungsstudiengänge der Hochschule

Deggendorf. Bei dem vorliegenden Beitrag handelt es sich um ein Manuskript, welches den Einfluss der Wertschätzung auf das Leistungsverhalten und das Leistungsvermögen der gesamten Organisation

thematisiert. 2. Woher, Wohin, Warum ?Ziel des vorliegenden Artikelentwurfs ist es, die Bedeutung, Hintergründe und Zusammenhänge von Wertschätzung und wertschätzendem Führungsverhalten in Bezug auf

die Performance der Mitarbeiter zu beleuchten. Zusammenhänge werden aufgedeckt, Anforderungen an die Führungskraft abgeleitet.3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?Wenn es um die Performance eines Systems

und seiner Subsysteme geht, steht neben materiellen und immateriellen Faktoren das Leistungsverhalten der Menschen bzw. Mitarbeiter im Fokus. Letzteres ist jedoch abhängig von Systemvariablen, die

sowohl förderlich als auch hinderlich auf das Leistungsvermögen von Mitarbeitern einwirken können. Sie bestimmen letztendlich, wie Prozesse der Leistungserstellung verlaufen und ob diese den

Anforderungen des Marktes und seiner Kunden gerecht werden.Die Rolle der Führungskraft in einem solchen System lässt sich damit klar skizzieren. Ihre Aufgabe besteht darin, Mitarbeiter so zu fördern,

dass diese ihre Potentiale optimal in den Leistungserstellungsprozess einbringen können. Leistungsdefizite lassen daher auf Defizite im Führungsverhalten schließen. Fehlende Anerkennung, Intoleranz,

mangelndes Vertrauen und Einfühlungsvermögen führen u.a. dazu, dass die sog. Selbstaktualisierungstendenz bei den Mitarbeitern gehemmt wird, mit negativen Folgen für die Leistungsbereitschaft der

Betroffenen. Oftmals manifestieren sich diese Defizite in einem mangelnden Selbstwertgefühl. Wertschätzung der Mitarbeiter und ihrer Einstellungen und Erwartungen gehören somit zu den zentralen

Aufgaben einer Führungskraft. Dabei erfüllt sie aus Mitarbeitersicht idealerweise die Funktion eines Enablers und Impulsgebers. Als Enabler ermöglicht sie, dass die Aufgabenbereiche einer Stelle klar

auf die internen und externen Anforderungen und die Fähigkeiten der Stelleninhaber zugeschnitten sind. Als Impulsgeber achtet sie auf eine konsistente Erwartungshaltung zwischen Mitarbeiter und

Führungskraft und unterstützt auf diese Weise die Selbstaktualisierung der Mitarbeiter und deren Wertschätzung. Um ein kongruentes Selbstwertgefühl bei den Mitarbeitern zu erreichen, ist jedoch

zunächst die Spiegelung des Selbstwertgefühls bei der Führungskraft selbst nötig. Konkrete Fragestellungen bilden hierbei den Ausgangspunkt für die Ableitung entsprechender Handlungsempfehlungen,

verbunden mit dem Ziel, eine wertschätzende Führungskultur zu etablieren. Gelebte Empathie bildet vor diesem Hintergrund die Grundlage für wertschätzendes Kommunikationsverhalten, das Fundament für

leistungssteigerndes Verhalten. 4. Für Wen, unter Welchen Bedingungen ?Angesprochen werden mit diesem Manuskript sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter unterer Hierarchieebenen. Unabhängig von

Profession, Branche und Unternehmensgröße klärt Thomas Bartscher über die elementaren Zusammenhänge zwischen Wertschätzung und Leistung auf. Interessant und wissenswert für jeden, der sich in einem

Unterstellungs- bzw. Überstellungsverhältnis befindet und Wege und Mittel sucht, Kongruenz zwischen der eigenen Erwartungshaltung und der seines Gegenübers herzustellen.5. Wie einzuschätzen ?Leistung

ohne Wertschätzung ist auf Dauer nicht durchsetzbar – Wertschätzung ohne entsprechendes Kommunikationsverhalten nicht erreichbar. Thomas Bartscher weist in seinem Manuskript auf diese beinahe banal

wirkenden Zusammenhänge hin. Dass viele Führungskräfte jedoch gerade mit der Realisierung solch einfacher Zusammenhänge nachweislich überfordert sind, zeigt ein Blick auf die Führungs- und

Managementkultur vieler Unternehmen.

Bartcher Wertschätzung.pdf

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