Ein Meilenstein in der Unternehmensentwicklung: So überwinden Sie die "zweite Wachstumshürde"

Unternehmer sind in ihrem Berufs- und Privatleben mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Beschäftigt man sich näher mit den generellen Wachstumsphasen von Unternehmen, so stellt der Autor, Stefan Merath, Parallelen zu persönlichen Entwicklungsphasen des Unternehmers fest. Um damit verbundenen Problemen zu begegnen, fokussiert der Autor die Veränderung des Unternehmers als Person im Zuge der Unternehmensentwicklung.

22.08.2006
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Selbstmanagement

1. Wer, Wann, Wo?

Ein Meilenstein in der Unternehmensentwicklung: So überwinden Sie die "zweite Wachstumshürde" von Stefan Merath

Stefan Merath

ist am 26.02.1964 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Philosophie, Psychologie, Publizistik und Informatik, legte er die Prüfung zum diplomierten Soziologen ab. Es folgte eine zweijährige Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seit 10 Jahren ist Stefan Merath Geschäftsführer von zwei eigenen Unternehmen, sowie seit zwei Jahren Unternehmercoach und Inhaber der Berliner Firma unternehmercoach.com (215www.unternehmercoach.com). Darüber hinaus ist er als Referent beim Deutschen Franchise-Institut tätig. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Internetportalen publiziert u.a. die Buchveröffentlichung: "Der Weg zum erfolgreichen Franchisegeber".

2. Woher, Wohin, Warum ?

Unternehmer sind im Berufs- und Privatleben mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert.

Es gibt Phasen, da läuft alles wie von selbst und Phasen, in denen nichts mehr zu funktionieren scheint. Besonders dann werden Probleme wie zeitliche Überlastung, Kundenbeschwerden, Verzettelung in der Unternehmensstrategie, Schwächen in der Angebotsstruktur, hohe Mitarbeiterfluktuation oder abnehmende Liquidität sichtbar und spürbar. Einzellösungen helfen hier nicht weiter. Wenn die Probleme regelmäßig oder gehäuft auftreten, dann gibt es einen inneren Zusammenhang. Und wenn es diesen gibt, dann gibt es eine tiefere Ursache.

Beschäftigt man sich näher mit den generellen Wachstumsphasen von Unternehmen, so fällt auf, dass an bestimmten Entwicklungspunkten ähnliche Probleme auftreten – ganz egal um welche Unternehmung oder Branche es sich handelt.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Im Focus der Betrachtungen stehen die bereits o.a. Wachstums-/ Entwicklungsphasen von Unternehmen. Aus der Sicht von Stefan Merath sind bei der Unternehmensentwicklung vier maßgebliche Hürden augenfällig:

1. Hürde:

Die erste Hürde ist die Unternehmensgründung selbst. In aller Regel beschließt eine

Fachkraft, ein Unternehmen zu gründen Die wesentliche erste Hürde besteht darin, überhaupt in den Markt zu kommen.

2. Hürde:

Werden die Leistungen oder Produkte verstärkt nachgefragt, dann wächst das

Unternehmen. Der Einzige, der diesen Prozess steuern könnte, ist der Gründer, so er denn die Rolle des Managers und des Unternehmers übernehmen würde. Leider ist der Gründer aber noch immer Fachkraft und denkt wie eine solche. In der Konsequenz werden bei den meisten Unternehmen mit einer Unternehmensgröße von 5 bis 30 Mitarbeiter die Rollen des Managers und des Unternehmers daher nur ungenügend erfüllt und die Probleme fangen an.

3. und 4. Hürde:

Die dritte Hürde liegt bei einer Unternehmensgröße zwischen 70 und 150 Mitarbeitern, die vierte Hürde entsteht mit dem Ausscheiden des Unternehmers und der Suche nach einer geglückten Nachfolgeregelung. In diesem Beitrag geht es jedoch vor allem um diezweite Hürde.

Der Kern des Problems liegt also in der Veränderung des Unternehmers als Person im Zuge der soeben beschriebenen Entwicklungs- und Wachstumsphasen. Die zweite Hürde lässt sich dabei nur nehmen, indem man eben an beiden Stellen zugleich ansetzt: Am Unternehmen und an der Persönlichkeit des Unternehmers.

Als nächstes steht die Umsetzung dieser Prämissen an, bestenfalls zunächst durch die Formulierung von Zielsetzungen. Sind die grundlegenden Ziele geklärt, müssen zwei wichtige Entscheidungen getroffen werden: 1. Ist man selbst bereit, sich von der (Gründungs-) Fachkraft zum Manager und dann zum Unternehmer (weiter zu-) entwickeln? Und zweitens: Wer übernimmt die Rolle des Managers?

Abschließend wird noch folgende Thematik angesprochen: Nicht unberechtigt ist die Befürchtung vieler Unternehmer, trotz neuer Systeme und geglückter Einbindung der anderen, in den alten Trott zurückzufallen. Hier gilt wie für alle anderen Unternehmensprozesse die Regel: Nicht IM, sondern AM Unternehmen arbeiten.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Der Beitrag von Stefan Merath richtet sich in erster Linie an Unternehmer und Manager. Insbesondere Gründer von Start Ups aber auch Unternehmer bereits gut positionierte Unternehmen mit positiven Wachstumstendenzen zählen zu den primären Adressaten. Darüber hinaus ist dieser Beitrag ebenfalls für Manager, die sich mit Change Management Prozessen beschäftigen, interessant.

5. Wie einzuschätzen ?

Stefan Merath beleuchtet mit seinem Artikel einen interessanten Aufgabenbereich: Entwicklung von Unternehmen und Unternehmer. In dem Artikel werden Grundzusammenhänge sowie Tipps zur gemeinsamen Entwicklung von Unternehmen und Unternehmer gegeben.

Allerdings stellt der Artikel lediglich Grundfragen zur Disposition, ohne Details näher zu betrachten, somit ist ein umsetzbarer Praxisnutzen nur bedingt zu finden.

Fazit: Als Anregung für oben genannten Personenkreis und zur Vorbereitung von eventuell geplanten Coachings lesenswert.

Fachartikel Wachstumshürde.pdf214Original des Beitrags