Corporate Governance in Deutschland

Prägnant dargestelltes Basiswissen, dass nicht nur einen Überblick, sondern auch ein tieferes Verständnis für das deutsche Corporate Governance System weckt.

22.08.2003
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Konzern- und Führungsorganisation

1. Wer?, Wann?, Wo?

Autor: Dr. Frank Nassauer promovierte am Fachbereich der Wirtschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nassauer hat folgendes Buch veröffentlicht:Nassauer, F. (2000): "Corporate Governance" und die Internationalisierung von Unternehmungen, Frankfurt am Main et al., zugleich Dissertation Universität Gießen 2000, S. 73-124.

2. Woher?, Wohin?, Warum?

Dieser Beitrag ist in das Gebiet Konzern- und Führungsorganisation einzuordnen. In diesem Beitrag wird die Unternehmungskontrolle in Deutschland betrachtet. Nassauer zeigt die Merkmale des deutschen Corporate Governance Systems auf und charakterisiert dies anschließend.

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

Die Ausprägungen der Determinanten für Unternehmungskontrolle in Deutschland bilden die Einleitung in dieses Kapital. Nassauer beschreibt zu Beginn die Bedeutung der Aktiengesellschaften, auf die sich das gesamte Kapital bezieht. Des Weiteren ist die institutionelle Struktur des Finanzsektors wichtig. Die in Deutschland typisch starke Rolle der Banken (Universalbankensystem) bildet eine zentrale Rolle für die Ausgestaltung der deutschen Corporate Governance. Anschließend wird das Finanzierungsverhalten der Unternehmungen aufgezeigt, welches sich durch einen hohen Verschuldungsgrad und starke Abhängigkeit kleiner und mittlerer Unternehmungen von der Kreditfinanzierung der Banken kennzeichnet. Die Struktur der Kapitalgeber wird im Weiteren ebenso ausgeführt wie die Ausgestaltung der Spitzenverfassung, die sich in Organisation der Spitzenverfassung, Zielorientierung der Unternehmungen und Entlohnung der Organmitglieder unterteilt. Die Regelungen zur Ausschüttung liquider Mittel, Normen der Rechnungslegung und Publizität, Verfahren und Anspruchsregelung im Falle des Konkurs der Unternehmung sowie die Regelung und Praxis von Unternehmungsübernahmen schließen diesen Abschnitt ab. Im darauf folgenden Abschnitt beschreibt Nassauer die Charakteristika der Unternehmungskontrolle, die anhand der institutionellen Trennung von Führung und Kontrolle, Anteilskonzentration und Unternehmungsverflechtungen, Rolle der Banken und der Bedeutung des Marktes für Unternehmungskontrolle dargelegt werden.

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

Gerade im Hinblick auf die zunehmende Internationalisierung von Unternehmungen und dem damit bestehenden Konsolidierungszwang, muss genau überlegt werden, welche Teile von welchem Corporate Governance System verwendet werden können, um ein gut funktionierendes "globales Corporate Governance" einzuführen. Die Übernahme aller Funktionalitäten eines Systems kann wohl nicht die richtige Lösung sein.

5. Wie einzuschätzen?

Basiswissen auf den Punkt gebracht. Sowohl für Praktiker als auch für Theoretiker geeignet. Weitere Beiträge zum Thema Corporate Governance finden Sie hier:105Begriff der Corporate Governance108Corporate Governance aus der Praxisperspektive132Corporate Governance in den USA