Wie Sie Social Media richtig nutzen

Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten im Internet bergen große Möglichkeiten für Manager, nicht nur auf privater Ebene. Allerdings ist der richtige Einsatz von elektronischen Medien für viele noch nicht selbstverständlich. Der Beitrag zeigt die Bedeutsamkeit und Möglichkeiten einer effektiven Nutzung.

28.03.2011
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Management, Selbstmanagement

1. Wer?, Wann?, Wo?

erschienen in Harvard Business Manager. 33. Jahrgang, April 2011, S. 22-30,

Autor: Soumitra Dutta

Der Autor ist Professor für Business und Technology an der französischen Business School Insead und akademischer Lehrer des dortigen Elab. 

 

2. Woher?, Wohin?, Warum?

 

Social Media wie Facebook, Twitter, LinkedIn oder andere sind immer weiter verbreitet. Dieser wesentliche Paradigmenwechsel bleibt auch für Unternehmen und Ihre Lenker nicht ohne Bedeutung. So zeigt eine Studie, dass über erfolgreiche Unternehmenslenker zunehmend im Netz diskutiert wird, sie selbst aber nur sehr selten auf soziale Medien als Kommunikationsrohr zurückgreifen. Und wenigen die im Internet Präsenz zeigen haben oft keine Strategie. Der Beitrag von Prof. Dutta zeigt mögliche Folgen dieses Fehlers und Möglichkeiten das Web für sich zu nutzen. 

 

 

 

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

In dem vorliegenden Beitrag zeigt Prof. Dutta die Vorteile einer eigenen persönlichen Strategie für die Nutzung neuer Medien auf. Darüber hinaus beschreibt er die Grundzüge einer Strategie, die zu den eigenen Zielen, der anvisierten Zielgruppe sowie den Ressourcen passt und nennt die Gefahren die das Betreten solch unbekannten Terrains bergen kann.

Im Beitrag nennt der Autor drei Argumente für die Nutzung von Social Media:

Personal Branding

 Mit Hilfe des prägnanten Beispiels vom Unternehmenslenker Tom Dickson, der mittels Youtube seine Firma und Produkte sowie auch sich selbst bekannt machte und dadurch den Umsatz seines Unternehmens innerhalb von drei Jahren versiebenfachte, veranschaulicht Prof. Dutta die Macht des Personal Brandings. Im Prinzip geht es dabei um Differenzierung der eigenen Person und des Unternehmens von der Konkurrenz und um die Schaffung einer eigenen „Marke“.

Einfache Kommunikation

Offener und schneller Kommunikation kommt in unserer immer schnelllebigeren und globaleren Welt eine immer größere Bedeutung zu. Aber auch die direkte ungeschönte Kommunikation zwischen Managern und Mitarbeitern wird immer wichtiger, da nur so Fehler, Missverständnisse und ähnliches vermieden und bessere Lösungen gefunden werden können. So kann über Blogs direkt mit Mitarbeitern und Kollegen kommuniziert werden oder über andere Plattformen bspw. Investoren, Mitarbeiter oder neue Stellen gefunden werden. Diese Vermutungen untermauert der Autor wieder mit eindrücklichen Beispielen.

Bequemes Lernen

Auch Lernen über Social Media ist möglich. So besteht die Möglichkeit Feedback zu verschiedensten Dingen, wie bspw. einen Strategieentwurf oder einzelne Präsentationen einzuholen. Auch Trends lassen sich hier sehr gut beobachten und verfolgen. So können neue Entwicklungen und Meinungen auf einfache Weise eingeholt werden und für die eigene oder die unternehmensbezogene Weiterentwicklung herangezogen werden.

Bei Berücksichtigung dieser drei Argumente dürften die Vorteile von Social Media deutlich geworden sein. Allerdings ist es für eine sinnvolle Nutzung immer wichtig die eigenen Ziele zu kennen und dementsprechend vorzugehen. Prof. Dutta nennt hierfür drei Fragen, die dazu hilfreich sind:

1. Haben Sie persönliche oder berufliche Ziele – oder beides?:

Es besteht nämlich die Gefahr, dass sich beide Ziele widersprechen oder zumindest die Art und Weise wie Sie sich in den jeweiligen Sphären darstellen. Dann ist es wichtig, sich klar zu werden, welche Ziele wichtiger sind und was Sie genau erreichen wollen. Wichtig ist hierbei, dass Ihre Online-Präsenz der realen nicht widerspricht und die Botschaft authentisch ist.

2. Ist Ihre angestrebte Zielgruppe privat oder öffentlich?

Hier ist es notwendig die Frage zu klären, wie groß Sie im Netz erscheinen wollen. Wollen Sie nur eine begrenzte Zahl von Menschen erreichen, die ganze Branche oder gar  die ganze Welt?

3. Welche Mittel stehen Ihnen zur Verfügung?

Bestehen in ihrem beruflichen Umfeld Ressourcen die Sie für Ihre Präsenz im Web nutzen können? Dabei ist es aber wesentlich nicht alles an Dritte zu vergeben! Schließlich geht es um Ihre persönliche Identität im Netz und die können nur Sie sicherstellen. 

Der Autor weist darüber hinaus noch auf Punkte hin, die bzgl. Social Media wichtig sind: Einer davon ist Kontinuität. Gerade aufgrund der Schnelllebigkeit ist es meist notwendig eine gewisse Regelmäßigkeit einzuhalten, wie oft ist dabei von der Wahl des Mediums abhängig.

Außerdem spricht er noch die Gefahren an, die mit einer Online-Präsenz einhergehen. Diese reichen vom  Zeitmanagement bis hin zur Vermischung von Privatem und Beruflichem. 

 

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

 

 

Der Artikel von Prof. Dutta zeigt die Bedeutsamkeit und Wirkung der Nutzung von Social Media gerade für Unternehmenslenker. Vor allem diese Zielgruppe kann mittels dieser Medien wertvolle Eindrücke bzgl. der eigenen Person und auch des Unternehmens im Web hinterlassen.

 

 5. Wie einzuschätzen?

 

 

Die im Beitrag genannten Zahlen zeigen eindrücklich wie wenige der wichtigsten 50 CEOs weltweit Social Media nutzen und zeigt auf der anderen Seite wie erfolgreich diese wenigen damit sind. Offensichtlich ist bei einigen Managern die große Bedeutung die die Social Media in unserer Gesellschaft einnehmen noch nicht bewusst. Und diese Bedeutung ist nicht nur privater Natur. Von daher gibt der Artikel von Prof. Dutta wertvolle Denkanstöße und zeigt auch Wege eines Einstiegs in die Nutzung.