Arbeitgeberattraktivität

Durch die demografische Entwicklung wird in Zukunft der Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte zunehmen. Um darin bestehen zu können, müssen Unternehmen ihr Personalimage und ihre Arbeitgeberattraktivität erhöhen und pflegen. Die Lizentiatsarbeit von Andrew Stebler erörtert in den konzeptionellen Grundlagen Entwicklung, Definition und Trends im Personalmarketing. Durch die anschliessende Auswertung empirischer Studien zur Arbeitgeberattraktivität bei der Mitarbeitergewinnung wird die Praxisrelevanz des Themas aufgezeigt.

27.09.2006
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Personalgewinnung/ -bedarfsdeckung

1. Wer, Wann, Wo ?

Andrew Stebler, Absolvent der Wirtschaftswissenschaften der Universität Bern, hat folgende Lizentiatsarbeit verfasst:

  • Stebler, Andrew (2006): Arbeitgeberattraktivität. Theoretische Grundlagen, sekundär-empirische Ergebnisse, Unveröffentlichte Lizentiatsarbeit am Institut für Organisation und Personal der Universität Bern, Bern 2006

2. Woher, Wohin, Warum ?

Der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter – "war for talents" – wird sich aufgrund von Engpässen bei hochqualifizierten Fach- und Führungskräften in den nächsten Jahren zuspitzen. Die Arbeitgeberattraktivität spielt dabei eine wichtige Rolle, da nur Arbeitgeber, die ins "Evoked-set" der High Potentials aufgenommen oder gar zu deren Wunscharbeitgeber werden, die Qualität der Mitarbeiter und damit den wichtigsten Erfolgsfaktor des Unternehmens langfristig sichern können.

Ziel der Arbeit ist es, den Forschungsstand im Bereich der Arbeitgeberattraktivität auf Basis der theoretischen Grundlagen des Personalmarketing und zweier aktueller Trends – Employer Branding und Diversity Management – aufzuzeigen.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Die Arbeitgeberattraktivität wird oft im Zusammenhang mit Personalmarketing erwähnt. Im Rahmen dieser Arbeit wird Personalmarketing als "eine Orientierung der gesamten Personalpolitik eines Unternehmens an den Bedürfnissen von gegenwärtigen und zukünftigen Mitarbeitern, mit dem Ziel, gegenwärtige Mitarbeiter zu halten, zu motivieren und neue Mitarbeiter zu gewinnen" (Simon et. al. 1995: 13) verstanden. Der Aufbau eines positiven Personalimages – dem Image eines Unternehmens als Arbeitgeber – durch entsprechendes Personalmarketing steht in direktem Zusammenhang mit der Arbeitgeberattraktivität.

In den konzeptionellen Grundlagen werden unterschiedliche Verständnisse von Personalmarketing vorgestellt und daraus eine eigene Konzeption entwickelt. Gegenwärtige Trends wie Employer Branding und Diversity Management wollen das Image des Unternehmens als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit verbessern und dadurch die Attraktivität für aktuelle wie auch potenzielle Mitarbeitende erhöhen. Ein Bezugsrahmen stellt die aus der Theorie gewonnenen Erkenntnisse übersichtlich zusammen und legt Bedingungsgrössen sowie Aktionsparameter der Arbeitgeberattraktivität offen. Die anschliessende Auswertung von repräsentativen empirischen Studien erweitert die theoretische Grundlage und liefert Gestaltungsempfehlungen.

Die Auswertung dieser theoretischen und praktischen Erkenntnisse zeigt, dass ein im Sinne der Unternehmensleitung aufgebautes Personalimage messbare ökonomische Vorteile mit sich bringt und dass die externe Zielgruppe nicht direkt beobachtbare Merkmale (z. B. Arbeitsklima) anhand des Personalimages bewertet (vgl. S. 13).

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Die Arbeit erläutert die zunehmende Wichtigkeit der Arbeitgeberattraktivität und damit des Aufbaus eines positiven Personalimages für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Praktikern wie auch Theoretikern wird ein Überblick über Grundlagen, Trends und Wichtigkeit des Themas Personalmarketing und Arbeitgeberattraktivität gegeben.

5. Wie einzuschätzen ?

Die klar und konsequent strukturierte Arbeit gibt dem Leser einen Einblick in die Bedeutung von Arbeitgeberattraktivität. Die theoretische Einführung erleichtert das Begriffsverständnis und zeigt die Einflussfaktoren auf. Durch Kombination der Theorie mit der Auswertung empirischer Studien wird gezeigt, dass es sich bei der Arbeitgeberattraktivität um eine wettbewerbsentscheidende Ressource handelt, welche aktiv gestaltet werden muss, um im Kampf um die besten Fach- und Führungskräfte einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten zu erzielen.

Die Langfassung enthält die 19-seitige Kurzfassung der Lizentiatsarbeit.

Arbeitgeberattraktivität.pdf

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