Projektcoaching

Projekte stellen durch ihren komplexen und neuartigen Charakter besondere Anforderungen an beteiligte Mitarbeiter und Führungskräfte. Jedoch verfügen diese nicht immer über die notwendigen Fähigkeiten oder sind sich deren adäquatem Einsatz bewusst. Die Methode des Projektcoaching hält Antworten auf diese Fragen bereit.

20.03.2008
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Projektmanagement

1. Wer, Wann, Wo ?

Die Autorin Hanna Timmann arbeitete zwischen 1991 und 1995 als selbständige Trainerin und Beraterin. Seit 1995 gehört sie als Partnerin der Beratergruppe HRD-HAMBURG (ehemals HUMAN RESOURCES DEVELOPMENT) an.

Olaf Hinz coacht und trainiert als Partner von HRD-HAMBURG erfahrene und junge Führungskräfte und Projektleiter. Außerdem berät er Organisationen bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen.

Weitere Informationen unter 319www.hrd-hamburg.de.Das praxisnahe Langformat zu diesem Beitrag erschien in der Ausgabe 03/2008 der Zeitschrift Personalwirtschaft mit dem Titel "Coachen, um zu managen".

2. Woher, Wohin, Warum ?

Die Arbeit in Projekten stellt durch ihren neuartigen, komplexen und zeitlich begrenzten Charakter hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Dabei ist der Projekterfolg in hohem Maße abhängig von den Fähigkeiten der Projektleitung, geeignete Teams zusammenzustellen und die Komplexität von Projekten beherrschbar zu machen. Neben spezifischem Training von Mitarbeitern und Führungskräften stellt das Coaching von Projektleitern und Projektteams eine geeignete Methode zur Vermittlung solcher Fähigkeiten dar.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Projektcoaching ist idealerweise durch eine transparente Auftraggeber/Auftragnehmer-Beziehung geprägt. Die Projektleitung übernimmt dabei die Rolle des Klienten. Das Ziel eines erfolgreichen Projektcoachings liegt dabei weniger in einem reinen Anlernen von Techniken und Methoden des Projektmanagements, sondern vielmehr in der Professionalisierung der Projektleiter bei der Wahrnehmung, dem Verhalten und der Steuerung von Projekten. Besonders bewährt hat sich in diesem Zusammenhang der flexible Einsatz von Coachinginstrumenten, die, abhängig von der jeweiligen Situation, eher autoritär oder moderierend intervenieren. Die Autoren unterscheiden vor diesem Hintergrund typische Push-Interventionen (Empfehlen – Informieren – Konfrontieren) von Pull-Interventionen (Entlasten – Erkunden – Unterstützen), die situationsbedingt zur Unterstützung im Projektmanagement eingesetzt werden können. Im Idealfall erfährt der Klient die Unterstützung während des Projekts, d.h. Interventionen werden so gesetzt, dass der Klient die Erkenntnisse im Idealfall sofort anwenden kann. Erfolgskritische Anforderungen und Problemstellungen können auf diese Weise schnell identifiziert, analysiert und gelöst werden. Der Projektleitung wird so die Möglichkeit gegeben, den Projektkontext aktiv zu klären und vorausschauend zu informieren und Kommunikationsprozesse in Gang zu setzen.

4. Für Wen, unter Welchen Bedingungen ?

Der Beitrag bietet wertvolle Einblicke insbesondere für Mitarbeiter und Führungskräfte, die mit der Leitung von Projekten betraut sind. Dabei gibt er nützliche Hinweise für den Einsatz unterstützender Coaching-Maßnahmen bei Fragen des Projektmanagements und der Führung. Aber auch für interessierte Leser, die nur mittelbar mit Projektmanagement zu tun haben, ist der Artikel durchaus empfehlenswert.

5. Wie einzuschätzen ?

Hanna Timmann und Olaf Hinz gelingt es auf wenigen Seiten, die Anforderungen und Einsatzbedingungen eines erfolgreichen Projektcoaching zu erläutern, indem sie dem Leser die Potentiale und Limitationen dieser Methode aufzeigen. Mithilfe eines gelungenen Fallbeispiels aus der Praxis ermöglichen sie tiefere Einblicke in die Einsatzbereiche des Coachings. Zwei nützliche Abbildungen zur Strukturierung des Maßnahmen-Mix und zur Darstellung einer Taktikmatrix runden den Beitrag ab.

Dateien:
 Coachen um zu managen PWT (95 kB)