Planen – Messen – Steuern: Die Kernprozesse von IT-Governance und IT-Controlling

IT ist heute für viele Unternehmen untrennbar mit der Erzielung und Erhaltung von Wettbewerbsvorteilen verbunden. Grund genug, auch auf die IT bewährte Konzepte und Verfahren der Unternehmensführung anzuwenden; IT-Governance auf strategischer und IT-Controlling auf operativer Ebene.

13.10.2008
Übermittlung Ihrer Stimme...
1 2 3 4 5
5212x angezeigt
IT-Management

1. Wer, Wann, Wo ?Dr. Robert Brun ist Business Unit Manager für den Bereich IT Governance bei der Plaut Business Consulting GmbH. Die Beratungsgruppe Plaut AG ist eine Management-Beratung mit

regionalen Schwerpunkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihre Kernkompetenzen umfassen alle Belange der Unternehmenssteuerung in den Bereichen Rechnungswesen, Logistik und IT. Als

SAP-Partner setzt Plaut diese Lösungen in Anwendungssysteme um. Die Langfassung zu diesem Beitrag ist bereits in der Zeitschrift Information Management & Consulting (02/2008) erschienen.2. Woher,

Wohin, Warum ?Sowohl IT-Governance als auch IT-Controlling beruhen auf den für alle Unternehmen relevanten Kernprozessen der Planung, Messung und Steuerung. Fokussiert IT-Governance strategische

Fragestellungen in Bezug auf die konsistente Ausrichtung der Unternehmens- und IT-Strategie, umfasst das IT-Controlling alle Maßnahmen der Planung, Messung und Steuerung auf operativer Ebene. 3. Was,

Wie, Welche Ergebnisse ?Für die Konzipierung, Realisierung und Einbettung von IT-Governance und IT-Controlling kann bereits auf bewährte Referenzmodelle zurückgegriffen werden. Erfolgskritisch ist

dabei jedoch in jedem Fall die richtige Mischung aus Standardkomponenten und unternehmensspezifischer Ausrichtung und Anpassung, um einerseits die Kosten der Einführung und des Betriebs gering halten

zu können und andererseits den individuellen Belangen eines Unternehmens gerecht zu werden. Die richtige Mischung bestimmt daher auch die Auswahl und den Einsatz konkreter Instrumente und Werkzeuge,

die sich für die Umsetzung der Governance- und Controllingvorhaben eignen. IT-Governance umfasst neben der Führung sämtliche Strukturen und Prozesse, die gewährleisten, dass die IT die Strategie und

die Ziele eines Unternehmens nachhaltig unterstützt. Sie bringt die Unternehmensstrategie und die IT-Strategie in Übereinstimmung, leitet geeignete Maßstäbe für die Bewertung von IT-Leistungen ab und

vermittelt IT-konsistente Führungsgrundsätze unter Wahrung gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben. Verankert in der strategischen Unternehmensführung, regelt sie die Zusammenarbeit aller

organisatorischer Einheiten, die mit der IT in Kontakt stehen und auf deren Leistungen zurückgreifen. Damit IT-Governance ihr Potential entfalten kann, müssen daher zentrale Fragen geklärt werden,

unter denen die organisatorische Einbettung sowie die Ausrichtung auf geschäftsrelevante Bedürfnisse zu den wichtigsten Aspekten gehören. Neben einer verstärkten Kostenkontrolle, die sehr eng mit dem

Geschäftsprozessmanagement verknüpft, die internen Wertbeiträge der IT (mit-)bestimmt, trägt die Erfüllung externer Anforderungen in Form gesetzlicher Vorschriften zu einem umfassenden Bild der

Governance-Leistungen bei. Die Standardisierung erlaubt es in vielen Fällen, zumindest Teile der IT auszugliedern.IT-Controlling umfasst hingegen den Planungsprozess spezifischer IT-Produkte und

-Projekte, führt IT-spezifische Kostenrechnung durch und begleitet das steuerungsorientierte Berichtswesen. Ferner ist es durch das IT Service- und Projektmanagement eng mit den IT-relevanten

Prozessen auf operativer Ebene, insbesondere mit denen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung, verknüpft. IT-Controlling greift idealerweise bereits im Rahmen des Portfolio-Managements in die

Entscheidungsfindung ein. Neben Entscheidungen über IT-relevante Investitionen und Ressourcenzuweisungen treten Kriterien, welche die Nutzenpotentiale, geplanten Kosten und erwarteten Risiken

analysieren und bewerten und auch im Nachgang hinreichend evaluieren. Dabei arbeitet der IT-Bereich eng mit den Fachbereichen zusammen, die für das Portfolio-Management verantwortlich sind. 4. Für

Wen, unter Welchen Bedingungen ?Der Artikel eignet sich insbesondere für Leser, die sich aktuell mit Fragen der IT-Governance und des IT-Controlling beschäftigen. Er bietet darüber hinaus gelungene

Einblicke für Führungskräfte, die sich einen Überblick über das Vorgehen und geeignete Instrumente und Werkzeuge verschaffen möchten. Für Studierende der Wirtschaftswissenschaften und der

(Wirtschafts-)Informatik stellt er eine zitierfähige Quelle dar. 5. Wie einzuschätzen ?IT ist längst untrennbar mit den Mengen-, Wert- und Informationsflüssen innerhalb und zwischen Unternehmen

verbunden. Daher scheint es sinnvoll, IT den gleichen Stellenwert beizumessen, wie anderen wertschöpfenden Produktionsfaktoren. Hieran schließen Fragen der IT-Governance und des IT-Controllings

gleichermaßen an. Robert Brun versteht es sehr gut, auf die beiden Bereiche hinreichend und zu gleichen Teilen einzugehen. Konsistent und anwendungsnah formuliert, erläutert er die zentralen

Anforderungen und Funktionen, die mit der Governance und dem Controlling von IT-Leistungen und -Projekten einhergehen und nennt die wichtigsten Werkzeuge, aber auch Stolpersteine, die in der Praxis

Anwendung finden und vorkommen.

Die Kernprozesse von IT-Governance u. IT-Controlling.pdf

Dateien:
 Die Kernprozesse von IT-Governance u. IT-Controlling (1.0 MB)