Personalmarketing für Hochschulabsolventen

Die zunehmenden Wachstumsimpulse in der Wirtschaft lenken den Blick vermehrt auf die Gewinnung neuer Mitarbeitenden. Die steigende Nachfrage nach hochqualifizierten, potenziellen Arbeitskräften erschwert, trotz wachsender Anzahl von Hochschulabsolventen, die Personalgewinnung. Die Arbeit von Frau Babst liefert einen wertvollen Beitrag zum Personalmarketing für Hochschulabsolventen.

12.02.2009
Babst Nina-Lea
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Personalgewinnung/ -bedarfsdeckung

1. Wer, Wann, Wo ?

Nina-Lea Babst, Absolventin der Wirtschaftswissenschaften der Universität Bern hat im Rahmen ihres Masterstudiums bei Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Norbert Thom am Institut für Organisation und Personal der Universität Bern folgende Masterarbeit verfasst:

  • Personalmarketing für Hochschulabsolventen. Konzeptionelle Grundlagen – Sekundäranalyse – Gestaltungsempfehlungen

2. Woher, Wohin, Warum ?

Hochschulabsolventen sind die Führungskräfte von morgen und damit für den langfristigen Erfolg einer Unternehmung von grosser Wichtigkeit. Dies haben auch die Unternehmen erkannt. Unter ihnen herrscht ein Konkurrenzkampf um die besten Talente und der Rekrutierungsprozess nimmt eine immer wichtigere Stelle ein. Hochschulmarketing ist keine Aktivität, welche dem Zufall überlassen wird. Vielmehr handelt es sich um eine wettbewerbsentscheidende Ressource, um im Vergleich zur Konkurrenz einen Vorteil im Wettstreit um die besten Hochschulabsolventen zu erlangen.

Die Hauptziele der Arbeit liegen darin, mittels der theoretischen Grundlagen und anhand der Resultate von empirischen Studien das Thema Hochschulmarketing zu analysieren, neue Hochschulmarketing-Massnahmen zu erarbeiten sowie Verbesserungsvorschläge und Gestaltungsempfehlungen für Unternehmen auszuarbeiten

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Ausgangspunkt der Arbeit ist eine umfassende Literaturrecherche über den Stand in der Lehre zum Thema Personal- und Hochschulmarketing.

Ausgehend vom aktuellen Begriffsverständnis werden die Instrumente des Hochschulmarketings erläutert. Die vorgestellten Personalbeschaffungsinstrumente werden in einem weiteren Schritt gemäss ihrer Reichweite und Zielorientierung in eine Matrix eingeordnet, um das geeignete Instrumentarium für das Hochschulmarketing festzulegen. Denn für den Erfolg in der Praxis ist es wichtig, dass sowohl Instrumente zur Rekrutierung als auch zur Imageverbesserung einsetzt werden und dass diese unterschiedliche Reichweiten und Zielorientierungen aufweisen.

Anhand der Studien von Universum Communications, der Universität Zürich sowie der Bertelsmann Stiftung wird anschliessend untersucht, welche Aspekte den Studierenden bei der ersten Arbeitsstelle wichtig sind. Ebenso liefert die Analyse Aufschluss über die Informationsgewohnheiten der Absolventen

Nachfolgend werden anhand der aus den Studien gewonnenen Resultate und Erkenntnisse die wichtigsten Attraktivitätsfaktoren von potenziellen Arbeitgebern sowie die bevorzugten Informationsquellen der Studierenden zusammenfassend dargestellt. Die Verfasserin trägt nicht nur die wichtigsten drei Kriterien aller Studien zusammen, sondern sie vergleicht die Kriterien und stellt jene Faktoren heraus, welche in mehreren Studien als wichtig erachtet wurden.

Als wichtigste Faktoren, welche einen Arbeitgeber attraktiv erscheinen lassen, werden von den Studierenden das Arbeitsklima, der Arbeitsinhalt, Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten, flexiblen Arbeitszeiten sowie das Gehalt genannt.

Um sich über einen potenziellen zukünftigen Arbeitgeber zu informieren, nutzen Hochschulabsolventen vermehrt Quellen wie Auskünfte von Bekannte, Praktika, die Unternehmenswebseite sowie Printmedien.

Die genannten Faktoren werden in der Arbeit anschliessend vertieft erläutert.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Die Masterarbeit ermöglicht einen guten Einblick in das Thema Personalmarketing für Hochschulabsolventen. Sie ist für Personalverantwortliche geeignet, welche sich mit der Rekrutierung von Studierenden befassen sowie für Unternehmen welche mehr über die Aspekte, die den Studierenden bei der ersten Arbeitsstelle wichtig sind, sowie deren Informationsgewohnheiten erfahren möchten.

5. Wie einzuschätzen ?

Durch die theoretischen Grundlagen, die sekundäranalytischen Befunde sowie der Diskussion von konkreten Möglichkeiten zur Verbesserung der Rekrutierung von Hochschulabsolventen können aus der Masterarbeit nützliche Anregungen für die Gestaltungsmassnahmen im Hochschulmarketing gewonnen werden.

LF_Babst.pdf

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