Wettbewerbsfähigkeit durch Ideenmanagement

Im Gespräch mit Praktikern wird schnell klar, dass das klassische Vorschlagswesen heute Ideenmanagement genannt wird. 2008 wurden rund 60 Schweizer Unternehmen zum aktuellen Entwicklungsstand des Ideenemanagment (IM) als Managementkonzept befragt. Der Autor stellt in diesem Zeitungsartikel die Ergebnisse der vom Institut für Organisation und Personal (IOP) durchgeführten Studie vor.

12.03.2009
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Norbert Thom
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Ideenmanagement / Betriebliches Vorschlagwesen

1. Wer, Wann, Wo ?

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Norbert Thom, Direktor des Instituts für Organisation und Personal der Universität Bern, schrieb als Gast der Basler Zeitung (BaZ) folgenden Artikel:

  • Thom, Norbert (2009): Wettbewerbsfähigkeit durch Ideenmanagemnt. In: Basler Zeitung (BaZ), 167. Jg. 2009, Nr. 51, S. 17

2. Woher, Wohin, Warum ?

Grundlage für den Artikel bildet die aktuelle Studie von Anja Piening, welche am IOP als Arbeitsbericht Nr. 89 veröffentlicht wurde. Daraus konnte der Autor mehrere Empfehlungen für die Praxis ableiten. Klar ersichtlich wird, dass sich das IM in einem starken Wandel befindet.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Der Artikel ist in die drei Themen "Wandel", "Massnahmen" und "Hilfe" gegliedert.

Das IM steht in den meisten Unternehmen allen Mitarbeitenden und Unternehmensbereichen offen, Kunden und Lieferanten werden oft bewusst ausgeschlossen. Die Ideen werden von den Mitarbeitenden grösstenteils über den direkten Vorgesetzten eingereicht und werden in vielen Unternehmen mit Geldprämien, vor Sachprämien oder sonstigen immateriellen Anreizen gewürdigt. Für ein erfolgreiches IM empfiehlt der Autor, dass die Akzeptanz für dieses Managementkonzept bei Führungskräften zu steigern ist, sowie ein gelebtes Wertesystem, welches die Kreativität der Mitarbeiter gedeihen lässt, vorhanden sein muss.

Um ein gut funktionierendes IM zu erreichen, werden vom Autor verschiedene Massnahmen erwähnt, wie etwa die schnelle und transparente Bewertung von Ideen, die gezielte Werbung für dieses Managmenttool sowie, dass Ideen auch aus dem eigenen Arbeitsbereich als Zusatzleistung anerkannt werden. Entscheidend ist letztlich jedoch, dass die Unternehmung die Mitarbeiter zur Beteiligung motiviert und Ideen aktiv bei ihnen abholt, denn schliesslich soll das IM helfen, dass Prozesse in einem Unternehmen mit guten Vorschlägen der Mitarbeitenden verbessert werden können.

Unter dem Abschnitt "Hilfe" macht der Autor nochmals auf das bemerkenswerte Potenzial zur Qualitätsverbesserung und Effizientsteigerung durch die Ideen der Mitarbeitenden aufmerksam. Das klassische Vorschlagswesen wurde in den letzten Jahren spürbar modernisiert und trägt viel zur höheren Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bei, wenn es gelingt die Mitarbeiter zum kontinuierlichen Verbessern der Unternehmensprozesse zu motivieren.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Dieser Zeitungsartikel eignet sich grundsätzlich für alle am IM interessierten Leser, unabhängig davon, ob sie aus der Praxis oder der Forschung kommen. Die Ergebnisse der Studie werden prägnant zusammengefasst, das weitere Auseinandersetzen mit den Ergebnissen lohnt sich insbesondere für jene Leser, die in ihrem Unternehmen mit Führungsaufgaben betraut sind und über ein IM verfügen, das sie optimieren möchten.

5. Wie einzuschätzen ?

Bereits aus diesem kurzen Artikel wird klar, dass im IM ein unglaubliches Potenzial liegt, wenn es einem Unternehmen gelingt, die Ideen bei seinen Mitarbeitenden abzuholen. Dieses Potenzial reicht von höherer Arbeitssicherheit, über Qualitätsverbesserungen bis hin zu Wettbewerbsvorteilen.

LF_Thom_Wettbewerbsfähigkeit durch Ideenmanagement.pdf

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 LF Thom Wettbewerbsf higkeit durch Ideenmanagement (18.5 kB)