Von Übervätern und Alleskönnern - Effektive Rollen im Projekt

Projektmanagement braucht stabile Rahmenbedingungen im Sinne von festen Rollen. Nur so kann die Projektaufgabe effizient bewältigt werden. Doch zu oft nehmen Auftraggeber fachlichen Einfluss oder mischt sich der Projektleiter tief in die inhaltliche Arbeit ein – mit dem Effekt, dass Projekte ins Schlingern kommen.

16.03.2010
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Projektmanagement

1. Wer, Wann, Wo ?

 

Olaf Hinz berät und coacht erfahrene sowie junge Führungskräfte und Projektleiter. Vor seiner Selbstständigkeit war Olaf Hinz u.a. als Büroleiter von Peer Steinbrück, damals Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, und Personalmanager/Projektfinanzierer der LB Kiel tätig. Kontakt: www.olaf-hinz.biz

Der vorliegende Beitrag stammt aus der Zeitschrift Management und Qualität, 7-8/2008.

2. Woher, Wohin, Warum ?

Projektmanagement braucht eine klare und feste Rollenverteilung. Dennoch nehmen Projektbeteiligte durch ineffektive Rollenausübung zu oft den falschen Einfluss und bringen das Projekt in Schwierigkeiten. Die richtige Balance zwischen Auftraggeber, Projektleitung und Spezialisten ist daher von wesentlicher Bedeutung für den Projekterfolg.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Olaf Hinz identifiziert in seinem Beitrag vier typische Fälle ineffektiver Rollenwahrnehmung.

  1. Der Alleskönner: er vereint die Rolle Auftraggeber und Projektleitung in einer Person, was jedoch häufig zu Problemen bei der Informationsweitergabe zwischen Spezialisten und Projektleitung führt.
  2. Der heimliche Anführer: der Spezialist wird durch seine fachliche Kompetenz zum heimlichen Leiter des Projekts, was jedoch die Projektleitung in ihrer Durchsetzungskraft beeinträchtigt.
  3. Der Übervater: der Auftraggeber vereint die Rollen des Macht- und Fachpromotors, was jedoch zu Rollenkonflikten mit Projektleitung und Spezialisten führen kann.
  4. Der oberste Sachbearbeiter: er wird aus einem Pool von Spezialisten zum Projektleiter ernannt, ist jedoch geneigt, weiterhin fachlichen Einfluss zu nehmen. Zwischenmenschliche Konflikte und ein Führungsvakuum sind vorprogrammiert.

Der Autor beschreibt die typischen Konfliktpotentiale und erläutert zu jedem der aufgeführten Fälle entsprechende Lösungsansätze. 

4. Für Wen, unter Welchen Bedingungen ?

Der Beitrag richtet sich an alle Leser, die mittelbar oder unmittelbar in Projektarbeit eingebunden sind und eine der aufgeführten Rollen wahrnehmen.

5. Wie einzuschätzen ?

Auf prägnante Art identifiziert Olaf Hinz vier typische Fälle gut gemeintem, jedoch ineffektivem Rollenauswuchses. Zwischenmenschliche Konflikte und fehlgeleitete Energien sind die Folge, die den Projekterfolg maßgeblich beeinträchtigen können. Kurz und präzise entwickelt der Autor entsprechende Lösungsansätze, die sich durch ihre Praxisnähe auszeichnen und eine klare Rollenverteilung zum Ziel haben.

Dateien:
 Effektive Rollen im Projekt (143 kB)